Programm der Wandervögel III/2001

Liebe Wandervögel

schon wieder Post von mir und dieses Mal sogar mit Zirkel!! Das zeigt doch, wie die Zeit vergeht, denn ich bin keineswegs zu früh dran mit meinem Aussand, sondern mache meinem Cerevis wieder einmal alle Ehre. Es gilt, die Wanderungen bis zum Jahresende gebührend anzuzeigen, damit wir weiterhin körperliche Ertüchtigung und Geselligkeit pflegen können. Das Programm sieht denn auch wiederum vielversprechend aus und ich kann folgende Events ankündigen:

Mo, 03.09.01: Von Rheinfelden nach Augst

Treffpunkt 09.00 Uhr Bahnhofplatz Rheinfelden. Leitung: Quax. Welchen Bahnhofplatz, ob links- oder rechtsrheinisch, Du auch immer als Treffpunkt wählst, Du liegst goldrichtig! So global agiert eben unsere rot-weiss-grüne Wanderschar. Zu den Glanzzeiten des zu besichtigenden Augusta Raurica gab’s ja auch noch keine Grenze am Rhein (und scheints auch keine Bahnhofplätze. Wo in aller Welt haben sich denn eigentlich die alten Römer-Wandervögel jeweils getroffen?). Und die Sicht wird auch nicht durch einen künstlichen Atomstrom erzeugenden Nebel getrübt, wie das noch vor 20 Jahren zu befürchten war. Den Weg zu finden ist also recht einfach. Die Tour ist für Flachlandindianer genau das Richtige; das Bergseil kannst Du also ausnahmsweise getrost zu Hause lassen, nicht aber Deine Geschichtskenntnisse. (Schon die alten Römer…..).

Mo, 01.10.01: Von Wilchingen (CH) nach Baltersweil (D)

Treffpunkt 09.50 Uhr Bahnhof Schaffhausen Gleis 4/5. Leitung: Trapper. Das Höhenprofil der Wanderung lässt sich kaum mit demjenigen der Septemberwanderung vergleichen – ein Bergpreis erster Klasse winkt auf dem Nappberg. Im übrigen ist uns Schaffhausern das Gebiet weitgehend unbekannt, obwohl es praktisch vor der Haustüre liegt. Der Tag verspricht also zur Bildungsveranstaltung zu werden. Und mit der Besichtigung der Kapelle am Pilgerweg werden wir bereits auf die Novemberwanderung eingestimmt. Der Tag bietet Gelegenheit, die Gewinne aus dem letzten Konstanzer Casinobesuch vor dem drohenden Zwangsumtausch zu verprassen, und sei’s auch nur für das Busbillet. Wir hören hoffentlich auf der Septemberwanderung, ob anstelle der Verpflegung aus dem Rucksack doch noch ein «angeschriebenes Haus» für unser leibliches Wohl sorgt. Und schliesslich führt uns Trapper als fürsorglicher Tourenleiter noch bei Tageslicht wieder aus dem Jestetterzipfel hinaus, um uns nicht den Gefahren des örtlichen Nachtlebens auszusetzen. Lasst uns hoffen, dass dem Vermerk «Änderungen vorbehalten» nur prophylaktisch-rechtliche Bedeutung zukommt. Trapper scheint sich offenbar Sammelklagen vom Hals halten zu wollen, die Schadenersatz für Blasen an den Füssen wegen einer Zusatzschlaufe zum Gegenstand haben könnten. Identitätskarte und DEM nicht vergessen.

Mo, 05.11.01: Jakobsweg Teil B, Von Märstetten nach Münchwilen

Treffpunkt 09.20 Uhr Bahnhof Märstetten. Leitung: Spitz. Nachdem der erste Teil des Jakobswegs ausser bei Trappers Schuhwerk keine Blessuren hinterliess, können wir getrost die Fortsetzung in Angriff nehmen. Wir bitten sicherheitshalber die Bauing‘-Fraktion, für den Fall des Falles genügend Armierungseisen mitzubringen. Und da Spitz speziell für die Organisation des Anlasses aus seinem Zweitdomizil im Burgund zurückkam, hat er als Dank eine Riesencorona verdient! Für die Vesper sind Munotenbesen und Zugewandte aufgeboten – auch diese wollen wir nicht enttäuschen. Für die Schaffhauser lohnt sich die Anschaffung einer Thurgauer Tageskarte, die Zürcher etc. sollen selber sehen (Märstetten kann auch zu Fuss erreicht werden…). Der Anlass ist für Frühaufsteher konzipiert (wie es sich für Pilger gehört) und dauert zum Ausgleich etwas länger.

Sa, 03.12.01: Vom Tösstal ins Girenbad

Treffpunkt 09.40 Bahnhof Kollbrunn, Leitung: Pankraz. Der Reiseleiter hat mir mündlich zugesagt, bei weniger als 1 m Neuschnee am frühen Morgen noch zu pfaden; da kann also nichts schiefgehen. Die Abstiegsrouten seien harmlos, schreibt er (heisst das nun: über den Aufstieg schweigt des Sängers Höflichkeit…?) Kritisch wird’s so oder so bei der Tüfels-Chilen: dass die Tösstaler dem Satanskult so offen huldigen, hätte ich nicht gedacht. Wenn jeder ein Kruzifix (notfalls tut’s ein Kreuzer, also jede Münze mit Schweizerkreuz) mitträgt, kann uns ja nichts passieren. Ob die im Vormonat teilerworbene Jakobsmuschel genügend Schutz bietet, weiss ich nicht. Die angedrohte Zusatzschlaufe ist kurz (der Kanton Genf wird jedenfalls nicht berührt) so dass eigentlich alle mit dabei sein sollten, deren Knochen noch nicht so rostig sind, dass sie noch nach dem Girenbadbesuch «giiren». Die dortige Meringue soll das letztgenannte Problem übrigens am sichersten entschärfen.

 

Auch 2002 wird marschiert, und zwar weiterhin am ersten Montag jeden Monats (mit den üblichen Ausnahmen), daran zweifelt wohl niemand. Die Organisation der Routen ist noch offen und wird laufend amerikanisch versteigert. Im September 2001 wird allerdings auf eine Versteigerung verzichtet, da der automatische Umtausch von Sesterzen in Euro von Fachleuten als unsicher beurteilt wird. Trotzdem kann ich Euch schon jetzt ein fixes Datum für 2002 nennen:

Samstag, 19. Januar 2002, FAMI Munotiae im Casino zu Schaffhausen. Das Datum wurde mir von einem führenden, gelegentlich stolz ein Rad schlagenden Mitglied von Schaffhausens Landjägerkorps mitgeteilt und darf deshalb als authentisch betrachtet werden. Wo kämen wir denn hin, wenn man auch den Tschuggern nicht mehr trauen könnte! Ich bitte um Vormerkung, auch wenn wir damit unseren Besen wieder das alte Problem («Was soll ich nur anziehen? Das rote/weisse/grüne/… Kleid habe ich doch letztes/vorletztes/… Jahr getragen») bereiten, denn selbstverständlich sind wir auch am FAMI alle mit dabei.

Mit herzlich rot-weiss-grünen Grüssen

Euer Tardo